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mal wieder politisch

Ich finde es beunruhigend. Und verwirrend. Ich halte mich nicht unbedingt für eine Koryphähe in Sachen Internetnutzung. Aber ein bisschen Ahnung habe ich mir inzwischen doch angeschafft - und bin schockiert.

Immer wieder lese ich Meinungen (Blog-Einträge, twitter-Nachrichten, Foreneinträge...) zu Maßnahmen -geplant oder schon durch gewunken - die mich immer wieder zögern lassen, das Internet so zu nutzen, wie ich möchte.

Es ist ein riesiger Raum, vollgefüllt mit Informationen. Ob falsch oder richtig, es ist dort zu lesen. Und das ist eins der Probleme. Ich muss jedes Mal selbst bewerten, ob ich eine Meinung, oder einen so genannten Fakt glaube, oder nicht.
Ein Indikator für die Richtigkeit einer Darstellung ist die Häufigkeit, mit der sie aufkommt genauso, wie die Vielfalt der Seiten, auf der sie auftaucht.
In letzter Zeit beschäftigt mich sehr, was ich immer wieder über die Neuen "Internet-Gesetze" der Regierung lesen muss. Der Begriff "Zensursula" hat sich da eingebürgert, im Streit um das Gesetz zur Kinderpornographie im Internet. Ein Stoppschild, das bei Zugriffsversuchen auf so eine Seite erscheint, und registriert, wer es gerade aufgerufen hat.

Ein Thema bei dem ich zum Glück nicht lange nachdenken muss: Dass diese Methode schwachsinnige Augenwischerei ist, sollte jedem auffallen, der sich einfach nur die Frage stellt: "Was passiert mit der Kinderporno-Seite selbst?" Genau. Richtig wäre es diese zu löschen. Die Rechtsgrundlage für deutsche Seiten ist eindeutig, und auch in vielen, vielen anderen Ländern sind alle Voraussetzungen gegeben diese Seiten zu löschen. Mann muss sich aber wundern, wie viele dieser Seiten trotzdem in diesen Ländern liegen - ohne dass dagegen vorgegangen wird. Ach halt! Wir haben ja jetzt ein Stoppschild, das wir davor stellen - dann sieht's ja keiner mehr. Meiner Meinung nach ist das reines Dreck unter den Teppich kehren. Aus den Augen, aus dem Sinn.
Und nun? Viele, die so denken, wie ich wehren sich. Es gibt eine online-Petition gegen das Stoppschild-Gesetz, die 10.000-fach unterschrieben wurde. Und wer mitmacht, muss sich gfallen lassen, von Minister zu Guttenberg als pädophil bezeichnet zu werden.

Wo soll das hin steuern?

Der nächste Anlauf ist bereits gestartet. Briefgeheimnisse, und Datenspeicherung - hier kann man noch viel rausholen. Nach dem Motto scheint die Regierung zu handeln.

Schade eigentlich, es scheint doch vernünftige Politiker zu geben. Die Beauftragte für Jugenschutz hat selbst noch gesagt: Das Problem beim Jugendschutz sind nicht die Gesetze, sondern deren Umsetzung.

Im Internet ist des doch ähnlich! Es gibt Gesetze, die die Rechte der Nutzer schützen, die eine Bekämpfung bestimmter Inhalte ermöglichen aber die die Freiheiten lassen, die im Internet so hoch geschätzt werden. warum werden diese Gesetze nicht umgesetzt? Warum muss hier noch mehr eingegriffen und reguliert werden?
Und warum muss ich mit diesem Blog-Eintrag fürchten in eine Kathegorie Internetnutzer zu fallen, die sich verdächtig machen?

Eine traurige Entwicklung.

PS: Dieser Eintrag ist meine persönliche Meinung zum Thema. Es mag andere geben, deren Meinung anders ist, und die Kommentar Funktion bietet eine Möglichkeit das kund zu tun. Ich behalte mir trotzdem vor diese Meinungen zu löschen, wenn sie in meinen Augen Grenzen überschreiten. Dies ist mein persönlicher Blog.
5.6.09 08:48
 


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