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Die Qual der Wahl

Der Countdown läuift. Noch eine Woche bis zum ersten Wahlsonntag diesen Jahres. Na toll. Ich habe in den letzten Tagen einige Zeit dafür verschwendet nach den Wahlprogrammen der Parteien zu forschen. Und das wörtlich. Witzigerweise findet man vorläufige Beschlüsse, nicht vorhandene PDFs, oder einfach gleich gar nichts. Oft genug ist das, was man findet nicht wirklich aufschlussreich, oder am besten gleich 30 Seiten lang. Pro Partei, versteht sich.

Glücklich diejenigen, die - anders als ich- seit Jahren eh ihre Stimme derselben Partei geben, die können Sonntag ins Wahllokal marschieren, ihr Kreuzchen machen, und gut ist.

Ich dagegen darf mir um von meinem Wahlrecht gebrauch machen zu können Stunden um die Ohren schlagen, nur um mich hinterher zu fragen, wo denn nu eigentlich der Unterschied liegt?

Ach, da war ja was. Wahlwerbung. Diese schöne Erfindung, dass die Parteien in Radio und TV Spots senden, um die Bürger über ihr Programm aufzuklären heiße Luft zu verbreiten, und andere Parteien nieder zu machen. Danke, das hilft nervt.

Witzig ist auch die Post, die in den Wochen vor der Wahl ankommt. Ich darf nämlich Sonntag nicht nur europäisch wählen, sondern auch kommunal. Und dazu werde ich aufgeklärt. Über die richtige Verwendung der Listen, und der Verteilung der Stimmen darauf. Davon habe ich übrigens gleich 40, und darf die auf die zur Wahl stehenden Kandidaten verteilen. Bis zu drei Stimmen pro Kandidat. Ich wähle auf einer Liste, und darf Kandidaten einer anderen Liste da mit drauf schreiben. Denn gewählt wird nur auf _einer_ Liste. Aber aufgeschriebene Kandidaten darf ich auch mit bis zu drei Stimmen bedenken. Und so weiter.

Wer denkt sich sowas aus? Eine Wahl, für die ich erst noch eine Anleitung verschicken muss? Für die ich Zeit aufwenden muss um zu wissen, wen ich wähle?Danke, da würde ich auch lieber gleich zu Hause bleiben.

Aber eins ist klar: Jede nicht abgegebene Stimme hilft den radikalen. Und die - ganz egal auf welcher Seite des politischen Spektrums- haben hoffentlich keine Chance auf Sitze in Parlamenten und Stadträten. Dann lieber eine der "üblichen Verdächtigen" (die sich ja irgendwie doch kaum unterscheiden), als dass durch meine Stimme weniger die 5% einfacher zu knacken sind!

Ich hoffe, ich finde Nachahmer, die auch, wenn sie keine Zeit/Lust hatten nach Wahlprogrammen zu schauen, wenigstens mithelfen die Parlamente mit vernünftigen Leuten zu füllen und den radikalen keine Chance zu lassen.

31.5.09 19:43
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silke (2.6.09 19:55)
Hm ja, genau vor dem Problem steh ich grad auch. Wobei ich keine Zeit und Lust hab, seitenweise Wahlprogramme zu lesen. Bringt auch nix, denn nach der Wahl sieht's eh anders aus...
Ich werd mich auch für die "üblichen Verdächtigen" entscheiden. Vielleicht für die, deren Werbung sich am wenigsten durch das Heruntermachen der anderen auszeichnet?


Silke (4.6.09 18:43)
Haste schon den Wahlomat ausprobiert?

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