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Letztes Wochenende auf dem Kirchentag gabs ne Menge Informationen zu Entwicklungshilfe für die armen Länder dieser Erde. Da fiel die Zahl 10 Milliarden (in Zahlen: 10.000.000.000) Dollar.
Eine große Zahl. Eine 1 mit 10 Nullen. Jedenfalls viel Geld.
Und man sitzt da, und denkt sich: "Wie soll man das Geld zusammenkriegen?"
Und dann sitzt man eine Woche später in der Uni, und der Gruppenleiter erzählt mal wieder total begeistert vom CERN. Da startet ja irgendwann das grpße Experiment in dem man hofft das Higgsteilchen zu finden. Ein winziges Teilchen, dem nachgesagt wird, es "mache Masse" und sei für die Wechselwirkung zwischen Teilchen verantwortlich. Und keiner weiß, ob es existiert.
Und dann fällt weider eine Zahl: 3,5 Milliarden Euro.
3.500.000.000€ bis jetzt. (Fast) nur um dieses Teilchen zu finden.
Und dann fragt man sich doch: "Ist das eigentlich richtig? Muss das sein? Leben wir tatsächlich in einer Welt, wo Menschen verhungern, Seuchen in armen Ländern grassieren, und Menschen sich gegenseitig erschießen, und was tun wir mit unserem Geld? Bauen riesige Magnete, in der Hoffnung ein Teilchen zu finden, das unter Umständen noch nicht mal existiert?"
Und - nein, ich konnte mir diese Fragen nicht beantworten. Ich kann keinen Sinn darin finden.
Ich bin Physikerin mit Herzblut. Ich lerne gerne, und will immer mehr wissen, über unsere faszinierende Welt, und will unbedingt weiter studieren. Und hinterher?
Hinterher hoffe ich mit meinem Abschluss beidem dienen zu können. Mit Hilfe der Wissenschaft Menschen helfen. Das muss doch möglich sein!
Und hoffentlich wird die Menschheit nicht zu übermütig und besinnt sich darauf, dass Menschen nur einmal leben, und nur endlich lange. Aber ob wir das Higgsteilchen (oder wasauchimmergradeaktuellseinmag) eins, 5 oder 10 Jahre früher finden, sollte doch eigentlich keinen Unterschied machen. Außer beim Geld. Aber das würde in einer gerechten Welt ja von vorne herein anders verteilt.
Es ist manchmal schwierig sein Gewissen, und seine Moralvorstellungen mit seinen Interessen und seiner Leidenschaft zu vereinen. Man muss einen Kompromiss finden, und das eine nicht das andere unterdrücken lassen.
Ich kann nur hoffen, dass ich nicht auch mal so verrückt nach wissenschaftlichem Erfolg bin, dass ich das menschliche vergesse. Aber ich hoffe genauso, dass ich weiterhin Spaß an der Wissenschaft habe. Denn sie ist meine Leidenschaft.
Und wie schon gesagt. Vielelicht kann ich ja beides mal vereinen!
15.6.07 22:30
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Silke (16.6.07 11:56)
Keine Angst, solange wir befreundet sind, hol ich dich schon auf den Teppich...bzw. ins Nest...zurück!
Ansonsten schöner Eintrag.
ÖVDF halt...

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