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Kirchentag

Kirchentag? Nebensächlich.

Die vergangenen Tage waren viel mehr, und sowieso was anderes. Es ging für mich um mehr. Die erhofften Eindrücke und Anstöße zum Thema Glauben blieben größtenteils einfach aus. -Enttäuschung. Dafür hatte ich den Kopf mit viel anderem voll.
Über allem schwebte lange ein großes Gefühl des Allein gelassen fühlens.
Wer sind meine Freunde? Wonach suche ich sie (nicht) aus? Sind meine Kriterien die richtigen? Warum fühle ich mich so unverstanden? Liegt es an mir?
Erfahrungen vom Kirchentag sind diesbezüglich sowohl positive Erfahrungen, Bestätigung von Bauchgefühlen, aber auch Erlebnisse, die nachdenklich machen.
Ich bin gefragt. Aber warum werde ich nicht gefragt? Was schätzen die Leute eigentlich an mir? Ist es meine Persönlichkeit, oder ist es das was ich kann? Was ich mache? idealerweise eine Mischung. Kann ich Einfluss nehmen, welcher Teil in der Mischung dominiert? will ich das?
Warum kann ich meine Probleme so schwer mit jemandem teilen? Erfülle ich nur Erwartungen? Wirke ich wirklich so, als könnte ich einfach keine Probleme haben?
Und überhaupt: Wo steuere ich eigentlich hin? Weiß ich wirklich, was ich will? Will ich es wissen? Ist es besser, wen ichs nicht weiß? Ist es gut mich einfach treiben zu lassen? Dass das funktioniert weiß ich, aber wäre es nicht schön, eine genaue Vorstellung zu haben, wo's hin gehen soll? beruflich, Familiär,... ?
Klar, das "klappt schon" ist eine verlässliche Konstante in meinem Leben. Und darum bin ich gerade nach diesen Tage mehr als froh.
Auch hier eine intensive Erfahrung, auf die aber auch gut hätte verzichten können. Eine Erfahrung, die mit sich brachte, dass ich Menschen neu einschätze, ein paar mich überrascht haben, andere enttäuscht.

alles in allem waren die letzten Tage eine schwierige, aber trotzdem immer wieder erfüllte Zeit, mit Anstößen und Eindrücken, auf die ich hier gar nicht näher eingehen kann - die aber auch persönlich genug sind, nicht weiter in aller Öffentlichkeit breit getreten zu werden.

Die nächste Zeit wir sicherlich einige Antworten mit sich bringen, und die Zeit in Neuseeland ist einmal mehr als dringend benötigte Auszeit in den Fokus gerückt.
25.5.09 12:41


manchmal...

...entwickeln sich die Dinge anders als geplant. Und nicht immer ist das schlecht.

Manchmal ist es eher erstaunlich, witzig, oder einfach... großartig!

Okay, langsam, und der Reihe nach:
Ich hatte mit meinem Prof ausgemacht, dass ich mich heute mit ihm wegen des Seminarvortrags abspreche. Da brauche ich nämlich Material, um mir anzulesen, worüber ich da eigentlich erzähle. Also bin ich brav nach der Vorlesung da geblieben, und habe gewartet.
Das Gespräch war dann eigentlich kurz: "Sorry, ich würde den Termin gerne verlegen, ich muss nämlich bis 19h noch Klausuren korrigieren. ist das okay?" - "Ja, geht's Freitag Vormittag?" - "Okay um 10".
Normalerweise wäre das Gespräch hier beendet gewesen, aber ich hatte noch ein weiteres Anliegen.

Da ich ja im nächsten Semester am anderen Ende der Welt bin, habe ich ein Urlaubssemester (beginnend im September). Ich möchte davor aber noch eine Diplomprüfung machen - was aber nicht im Urlaubssemester geht. Ich fragte ihn, ob er im August Zeit hätte, und er meinte sofort, dass das kein Problem wäre.
Wir kamen ins Gespräch, was ich denn mache, und ich erzählte von Neuseeland. Dort habe ich ja über einen anderen Prof des Instituts Praktikumsplätze bekommen, und es stellte sich heraus dass auch dieser Prof mit der Arbeitsgruppe in Neuseeland zusammenarbeitete. Er erzählte mir gleich begeistert von einem neuen Projekt, zu dem es im Sommer ein Plaungstreffen hier in Deutschland geben sollte, und das 2011 anlaufen soll.
Im Laufe des Gesprächs stelle der Prof mehrmals begeistert fest, dass ich die Gruppe ja dann schon kennen würde, und dass man da immer gerne mit jungen Wissenschaftlern zusammen arbeitet, und ob ich denn schon meine Diplomarbeit schreiben würde, wenn ich wieder da sei.
Ich sagte zwar, dass ich dann erst mit dem 7. Fachsemester weiter machen würde, und auch noch 2 Prüfungen machen müsste, vor der Arbeit, aber das ließe sich bestimmt einrichten.

Alles in Allem hat also ein ungeplantes Gespräch eine halbe Diplomarbeit ergeben... Mal sehen, wie viel daraus wird, ich werd's mir jedenfalls warm halten.

Kein Wunder, dass mich danach die 30-40 min Wartezeit im Bahnhof um einen Gutschein einzulösen, und das Chaos, das der Beamte veranstaltete eher belustigte, denn aufregte. Sowas baut doch auf!

*jubel*
13.5.09 18:51


S-T-R-E-doppelS

Schon wieder Stress.

Es ist ja schon ein bisschen schizophren, dass ich einerseits das Gefühl habe, das Semester sei so entspannt, wie keines davor, und trotzdem wieder mal die Vorlesungen sausen lasse - um andere Arbeit zu erledigen.

Langsam drückt die Praktikumsauswertung ganz schön. Nächste Woche ist Abgabe, und ich hänge noch an, zwei Problemen fest. Zum Glück ist der Text schon fast komplett geschrieben, und auch die Länge ist ausreichend. Das heißt, wenn ich die zwei (technischen) Probleme noch gelöst kriege, dann kann ich's auch so abschicken, und werde dann erfahren, was ich noch alles verbessern kann/muss/soll. (Für nicht Naturwissenschaftler: Diese Auswertung hat in etwa den Umfang einer mittleren Hausarbeit, die wir mal eben neben dem normalen Semesterprogramm schreiben müssen...)
Nebenbei werde ich mich heute mit dem Seminar-Prof kurz schließen a) woher ich Materialien für meinen Vortrag bekomme - da muss jetzt die Vorbereitung anlaufen- b) ob er im August Prüfungen macht, und zu welchen Themen (Wär ja schon praktisch, wenn das Sachen wären, die ich weiß... )

Somit gibt sich auch der Eindruck von Entspannung recht schnell, denn bei den Kursvorlesungen ist zwar jetzt der herrliche Zustand, dass ich die Klausuren nicht unbedingt mitschreiben/bestehen muss, da ich schon genügend Scheine habe - allerdings stehen in nicht mehr soo ferner Zukunft die Diplomprüfungen an, bei denen der Inhalt der Vorlesungen sitzen muss. Was ich also jetzt nicht mitbekomme, werde ich mir dann neu anlernen müssen, und das ist wesentlich schwerer, als schon mal gehörtes in die richtige Ordnung zu kriegen...
Trotzdem ist es gut, die Möglichkeit zu haben, sich Zeit für was anderes nehmen zu können - auch wenn das andere bloß andere Arbeit ist. Ich gehe optimistisch davon aus, dass dieser Zustand in diesem Semester zum letzten Mal auftritt, denn nach Neuseeland steht ja nur noch das Nebenfach als Pflicht auf dem Programm, sodass alles ein wenig entspannter werden dürfte. *hoff*
(Das habe ich bisher von jedem neuen Semester gehofft...)
7.5.09 10:49


Tanz in den Mai

dies ist nun das dritte Mal, dass ich den 1. Mai hier in heidelberg erlebe - und bisher habe ich es noch nicht geschafft mal mit zur Thingstätte zu gehen um dort zu feiern.
Es ist hier nämlich seit Jahren Tradition, dass an diesem Abend tausende Menschen da hoch pligern. Der Platz hat etwas besonders. Die Freilichtbühne aus den 1930er Jahren ist inzwischen recht verfallen, bietet aber eine Menge platz.
ich hatte von dem Event gehört. Dass die Stimmung fabelhaft sein soll: Überall Fackeln und Trommeln, Feuerspucker und als einziger Abstrich leider auch ziemlich viel Alkohol. Das soll allerdings erst nach Mitternacht wirklich bemerkbar sein.
Und überhaupt: Das ist ein Event, dass man doch irgendwie mal mitgemacht haben muss!
Also verabredete ich mich mit meinem Kommilitonen Daniel, und um kurz nach neuen machten wir uns bewaffnet mit Salzstangen und einer Flasche Rotwein auf den Weg.
Ich war zuletzt vor 3 Jahren bei ner Führung für Erstssemester dort oben gewesen - aber ein Problem war das nicht, denn es strömten ständig Leute dort hoch, sodass wir uns einfach anschließen konnten, und nach einer knappen Stunde Fußmarsch den Gipfel des Heiligenberges, und damit die Thingstätte erreichten. Die Stimmung war gigantisch. Es war inzwischen dunkel geworden, aber vorne auf der Bühne glühte ein gewaltiges Feuer vor sich hin, in das immer wieder frisches Holz geworfen wurde, sodass es kräftig Funken sprühte. Die Ränge waren voll mit Menschen, sodass ein stetiges aber nicht zu lautes Hintergrund"murmeln" in der Luft lag. Auch auf den Rängen gab es Gruppen, die Fackeln mitgebracht hatten, die für eine ganz besondere Beleuchtung sorgten.
Dazu überall Trommler, die Rhythmus in die Sache brachten.
Vorne traten immer wieder Feuerjongleure und Feuerspucker auf, die Regelmäßig begeistertes Johlen im Publikum auslösten.
Am meisten Applaus bekamen die gelegentlich abgefeuerten Sylvesterkracher.
Um Mitternacht gabs ein Mini-Feuerwerk von der Bühne, und danach machten wir uns auh wieder auf den Rückweg, da es inzwischen doch empfindlich kalt geworden war. Außerdem sahen wir jetzt häufiger Polizisten im Publikum, die andere davon abhielten Dummheiten zu machen.
auf dem Rückweg mussten wir auch den ein, oder anderen Krankenwagen durchlassen, der manch Feiernden zur ärztlichen Versorgung ins Tal brachte.
Das besondere war, dass das ganze keine Angemeldete und organisierte Veranstaltung war (Die wäre garentiert nicht genehmigt, da der Heiligenberg Naturschutzgebiet ist, und Feuer nicht erlaubt sind - außerdem, wer will sich schon eine Veranstaltung ans Bein binden, die eigentlich eine große Sauf-Gelegenheit für die meisten ist?? - Nur wer kann verhindern, dass knapp 20000 Menschen spontan dieselbe ide haben...? ;-) )
Da das Ganze natürlich nicht das erste Mal stattfand war eine ziemlich große flotte THW, Krankenwagen und Polizei vor Ort, sodass wir uns sicher fühlen konnten.
Trotzdem war ich nachher froh, als ich wieder unten war, und heiß duschen konnte.
Mit hoch gehen werde ich sicherlich wieder, wenn sich die Gelegenheit wieder ergibt. So eine Stimmung in der Walpurgisnacht gibt's wohl schwer nochmal woanders!
Ei stimmungsvoller, gemütlicher Start in den Wonnemonat!
1.5.09 11:37


Schonfrist

Nun ist es schon Ende April. Ab Juni steht der ganze Papierkram an, der dafür sorgen soll, dass mit Neuseeland alles glatt geht. Letzte Reisebuchungen, Visumsantrag, Bewerbung aufs Stipendium, Antrag auf Urlaubssemester...

Ach ja, da war noch was mit Nebenfach...

 

Ich fühle mich gerade etwas überrollt, aber ich bin trotzdem zuversichtlich das hin zu kriegen. Zumal sich die längerfristigen Aufgaben in diesem Semester langsam alle abhaken lassen. 

Auch mein Beschluss mit den Kursvorlesungen und der Zettel-Rechnerei dafür kürzer zu treten trägt (hoffentlich) zur Entspannung bei.

 

Ich bin trotzdem gespannt, wie schnell es gehen wird, dass ich "plötzlich" all den Krempel erledigen muss, und mich wundere, wo nur die Zeit geblieben ist. schließlich ist das kommende wochenende für längere Zeit das letzte, an dem ich hier zu Hause bleiben werde. Mit Kirchentag, Geburtstagsbesuchen bei Freunden, Chorwochenende, Weisheitszahn-OP,... stehen gleich 6(!!) Wochenenden an, an denen ich irgendwie unterwegs sein werde. Aber das nennt man schließlich Leben, und ich wills jetzt shcon nicht missen!

29.4.09 10:31


überzeugend

genauso. kurz, ein Wort, und ich schwebe. der ganze Text:
FP-Seminar über F82 Koinzidenzspektrometer bei Herrmann am 14.04.09, testiert, Beurteilung: Ueberzeugender Vortrag des theoretischen Teils

der theoretische Teil war meiner, und der zweite Teil meiner Chaos-Kommilitonin, und Arbeitsverweigerin wurde am Tag selbst noch mit "chaotisch und nicht zufriedenstellend" betitelt. Ich habe zwar auch ein, zwei Fragen nicht beantworten können, aber das waren schließlich Sachen, die auch nicht mehr Teil des Versuchs waren, und den Rahmen gesprengt hätten, hätte ich sie tatsächlich im Vortrag gehabt.
Das fühlt sich echt gut an, dass die eigene Arbeit trotz aller Schwierigkeiten, noch überzeugend rüber kommt, obwohl darauf ein fast gegenteiliger zweiter Teil folgt. Das freut mich wirklich!

*jubel*
23.4.09 20:03


Pause

Ich sitze im PC-Raum meiner Uni und warte. dabei habe ich heute gar keine Veranstaltung mehr. Okay, _eigentlich_ hätte ich gerade wieder eine Veranstaltung, aber der Prof ist auf Tagung, und laut Homepage fällt die vorlesung aus. Da ich damit nicht gerchent hatte, habe ich eben noch einenen wirklich dicken Stapel Papier zum Binden gebracht.

Wirklich praktisch, die e-Book-Sammlung der Uni-Bibliothek. Da zahlt man ein schlappes Viertel des Kaufpreises fürs Drucken und Binden. Die Sammlung darf gerne noch Umfangreicher werden...

Und was tue ich jetzt? Na klar, die Zeit werde ich nicht ungenutzt verstreichen lassen. Eben habe ich mir den Übungszettel ausgedruckt, den ich morgen fertig haben sollte. Hätte ja eigentlich nicht gedacht, dass mir sowas mal passiert, aber nu, im 6. Semester hat's mich doch auch mal erwischt, dass ich mir die Übungsaufgaben erst am Tag vor der Abgabe angucke. Reicht ja, wenn man den Schein nicht mehr braucht.

Viele können sich vielleicht nicht wirklich vorstellen, wie Übungsaufgaben rechnen bei mir eigentlich so aussieht, deshalb hier mal mein Rezept:

1) Übungszettel ausdrucken (und liegen lassen)

2) Nachdem mir das Abgabedatum eingefallen ist in Panik verfallen, und die Aufgaben durchlesen.

3) Feststellen, dass die Aufgaben nicht auf anhieb zu lösen sind, und Zettel daher wieder weg legen.

4) Nach längerem Brüten über die Aufgaben-Fragmente, die hängen geblieben sind, Aufgaben nochmal durchlesen.

5) Spontane Lösungsansätze Sammeln; passende Formeln aus Vorlesungsmitschriften und -Folien zusammensuchen

6) Über fertige Teilaufgaben freuen, restliche Aufgaben liegen lassen.

7) Nach längerem Brüten über die übrigen Aufgaben-Fragmente, die übrgig geblieben sind, google fragen.

8) Brüten darüber, welche Suchbegriffe noch zum Erfolg führen könnten

9) austausch mit Kommilitonen, dabei Zusammen werfen von Ideen, begründen, warum _alle_ ansätze nicht funktionieren können.

10) Feststellen, dass ein Ansatz doch funktioniert.

11) Sauberes Aufschreiben der Aufgaben, dabei kleine Rechenfehler korrigieren, begründen, warum die neuen Ergebnisse trotzdem Sinn machen.

12) Abgabe des zettels, Spannung auf den richtigen Lösungsweg, der in der Übungsgruppe gezeigt wird.

 Natürlich werden nicht bei jeder Aufgabe, und jedem zettel alle diese Punkte durchlaufen. Meist kommt man doch shcon recht weit, mit den ersten Überlegungen. Wichtig ist allerdings meist wirklcih, ausreichend Geduld zu haben. Dann kann man auch mal (wie gestern) 6 Stunden an einer einzigen Aufgabe knobeln. Die Freude über die Lösung ist dann umso größer und motiviert zum weiter machen!

Und selbiges werde ich jetzt tun, mit dem Experimentalphysik-Zettel. Da kommt's zum Glück nicht mal auf das vollständige bearbeiten der aufgabe an, aber man sollte in der Übungsgruppe zumindest mitreden können.

21.4.09 16:20


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